Bericht aus der Ukraine

Yuri und seine Frau Natascha machen ihre Arbeit unter den Obdachlosen und im Hospiz trotz Corona weiter wie anhin. Klar, einige Dinge haben sich geändert. Die Essensausgabe findet nicht mehr auf dem Platz im Stadtpark statt, sondern entlang eines Weges, der durch den Park führt. Alle 4-6 Meter ist eine Station. Mamma-Mana, eine gekochtes Stärkegericht aus Reis und Soja-Scchrott mit ein klein wenig Büchsenfleisch, etwas gekochtes Gemüse, zwei Scheiben Brot, Kompott - aufgekochter Tee mit Fruchtsaft, im Sommer kühl, bei Regen oder im Winter heiss serviert. Alle Mitarbeiter tragen Mundschutz und eine einfache Schutzbekleidung. Anschliessend gibt es noch eine Station wo ein befreundeter Pfleger oder eine Krankenschwester die offenen Wunden versorgt, oder einfache Medikamente abgibt. Ganz am Ende der Strasse hat sich Yuri mit einem Stuhl hingestellt. Männer mit verfilzten und verlausten Haaren schneidet Yuri einen „Coup-Radikal“ das heisst eine Glatze. Das ist für diese Männer eine Erlösung.

Yuri schreibt an Sie:

Liebe Freunde von Gemeinsam Helfen

Ich grüße Sie. Der Herr machte es uns möglich, dass wir unseren Dienst fortzusetzen können.

Es gibt immer mehr Menschen in Not. Der Coronavirus verschärft die Nöte noch mehr. Aktuell verteilen wir an vier verschiedenen Orten jede Woche Lebensmittel oder geben warme Mahlzeiten ab. Dabei verkündigen wir Christus als Erlöser und verteilen Mahlzeiten, Lunchpakete, geben Medikamente ab und machen einfache Wundpflege.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus geben wir Masken sowie ein Blatt mit den Sicherheitsregeln ab. Zur Ermutigung für die Menschen legen wir den Psalm 90 dazu.

Wir verpflegen etwa 220 Menschen mit Mittagessen. Außerdem verteile ich große Einkaufstaschen mit dem Nötigsten für bedürftige Familien.

Bei mir zu Hause versammeln wir uns am Freitag und am Sonntag in einer Hausgruppe. So finden Gottesdienste statt. Wir sind nur wenige, 15 - 20 Personen. Die meisten von ihnen unterstützen unsere Arbeit als Freiwillige. Weil sie keine Arbeit haben oder nicht zur Arbeit können, helfen sie uns mit ihrer Kraft und Zeit, um uns für die Obdachlosen und Armen investieren zu können. Wir freuen uns an der Gemein-schaft bei Tee und etwas Süßigkeiten. So ist unsere Wohnung für uns alle wie ein Zuhause.

Danken Sie Gott, dass er unsere Gebete erhört hat. Ich danke Ihnen für die Unterstützung unseres Dienstes.

Wir brauchen dringend finanzielle Hilfe. Gott wird Sie durch Ihre Liebesdienste segnen und sein Heiliger Name wird dadurch verherrlicht werden!

Yuri Sorokin, Saporischja

Wir möchten die Arbeit von Yuri und seinen Freunden gerade während der Coronakrise finanziell unterstützen. Toll wäre es, wenn wir den Betrag, den wir jeweils senden, verdoppeln könnten, damit wirklich genügend Lebensmittel gekauft werden können. Yuri ist da sehr umsichtig, kauft viele Dinge direkt von Kleinbauern der Umgebung. Sobald die Coronakrise es zulässt, wollen wir mit ihn mit einem kleinen Team besuchen. Wenn Sie Interesse haben, mitzukommen, melden Sie sich bei uns, wir halten Sie dann auf dem Laufenden.

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