Kurzbericht aus Bosnien

Danko und seine Frau Ljiliana wurden durch die Krise hart getroffen. Das Büro und der Schulraum bleiben fast ganz leer. Ein Büro-Mitarbeiter kommt um das wichtigste zu erledigen. Trotzdem geht die Arbeit weiter. Ljiliana sitzt im „Schulzimmer“, jeweils mit einem oder zwei Kindern um ihnen bei den Aufgaben zu helfen, alle Schüler „müssten“ einen Computer oder Tablet haben, aber wer kann sich das leisten? und wie soll das bei Familien mit 3 und mehr Kindern gehen? Wer gar nichts hat, darf ins Schulzimmer kommen und dort die Geräte nutzen, wer zuhause ein Telefon oder ein Tablet hat, dem Helfen Ljiliana am Telefon oder via Skype weiter. Zwei ältere Teenager gestallten jeweils ein Jugendprogramm, wo sie vor der Handy-Kamera eine interessante Geschichte aus der Bibel erzählen, spiele machen und so weiter.

Danko kümmert sich um die Versorgung der Männer in der Rehabilitationsstation in den Bergen. Fast jeden Tag fährt er dahin, um die Lebensmittel zu bringen, welche auf dem kleinen Bauernhof nicht selber produziert werden können und um die Männer zu ermutigen, jetzt nicht auf zu geben, sondern dran zu bleiben.

Liebe Freunde von ’Gemeinsam Helfen’

Durch die Corona-Krise mussten wir den Betrieb des Secondhand-Shop und der Werkstatt, um die Möbel und Kleider aufzubereiten, einstellen. Wir dürfen weder arbeiten noch verkaufen.

Die humanitären Aufgaben dürfen wir jedoch fortsetzen.

In unserer Suppenküche kochen wir weiterhin Mahlzeiten und liefern diese an unsere Bedürftigen nach Hause. Zusätzlich liefern wir täglich rund 120 Lebensmittel- und Hygienepakete an Familien mit Kindern (Bosnier und Roma).

Das Sucht-Rehabilitationszentrum arbeitet weiter wie bisher. Das ist deshalb möglich, weil sie bereits in einer Art Isolation oben auf dem Berg leben. Derzeit leben dort acht Bewohner zusammen.

Die Arbeit mit Kindern (80 Kinder) wird fortgesetzt, aber nicht mehr in unserem Büro, sondern über das Internet. Auch unsere Gottesdienste sind nicht mehr möglich, da Versammlungen verboten sind. Aber da konnten wir uns mit einfachen Mitteln gut einrichten.

Wir grüssen euch ganz herzlich

Familie Danko & Lilliana Malesevic

Lilliana ist täglich mit dem Kleinbus unterwegs, um die Kinder abzuholen, Lebensmittel zu beschaffen und Hilfsbedürftige zum Arzt oder ins Spital zu bringen. Wenn sie nicht gerade am Fahren ist hilft sie den Kindern bei den Hausaufgaben in Sprache und Mathematik.

Liliana unterstützt ihren Mann Danko und organisiert den Haushalt mit den zehn Kindern. Es wohnen bereits nicht mehr alle Zuhause, drei von ihnen studieren in der Hauptstadt.

Die Arbeit mit den zehn Kindern wie auch die Sorge um ehemalige Alkohol- und Drogensüchtige nehmen viel Zeit in Anspruch. Doch es lohnt sich, denn aus den eigenen Kindern entwickeln sich hilfsbereite Mitarbeiter. Jene, welche die ReHa-Zeit erfolgreich abgeschossen haben, werden treue Mitarbeiter. So geschehen wertvolle Transformationen. Aus ehemals Hilfsbedürftigen werden Menschen, welche anderen Zeit und Anteilnahme schenken und auch ihre Fähigkeiten einsetzen! Weiteren Menschen wird geholfen, weil jene, die Hilfe empfingen, sich in andere Menschen investieren.

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